Ein starkes Zeichen für Hamburg, ein starkes Zeichen für die Welt.
Seite an Seite – Erinnern, Sichtbarkeit zeigen, Haltung bewahren
Der 27. Januar ist der internationale Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Er erinnert an die Befreiung von Auschwitz und an die Millionen Jüdinnen und Juden, die entrechtet, verfolgt und ermordet wurden. Diese Verbrechen der Nationalsozialisten verurteilen wir aufs Schärfste. Erinnerung ist kein Blick zurück allein – sie ist Verpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft.
Mit der Fotoaktion „Seite an Seite“ setzten Hamburgerinnen und Hamburger am Joseph-Carlebach-Platz ein sichtbares Zeichen der Solidarität.
In Kooperation mit der Stiftung Bornplatzsynagoge und initiiert von der Fotografin und Künstlerin Valérie Wagner entstand ein eindrucksvolles Bild: Ein leuchtender Davidstern aus Kerzen, gebildet von Menschen, Schulter an Schulter, aus der Luft fotografiert.
Das Bild steht für Verbundenheit – und für die bewusste Sichtbarmachung jüdischen Lebens im öffentlichen Raum. Gerade heute ist diese Sichtbarkeit keine Selbstverständlichkeit, sondern ein notwendiges Zeichen.
Die Aktion endete mit einer Ansprache von Anna von Villiez, der Historikerin und Leiterin der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule und dem Gebet „El male rachamim“, gesprochen vom Landesrabbiner der Jüdischen Gemeinde Hamburg, Shlomo Bistritzky. Ein stiller Moment des gemeinsamen Innehaltens schloss den Abend – getragen von Respekt, Trauer und Verantwortung.
„Seite an Seite“ war mehr als eine Fotoaktion. Es war ein gemeinsames Bekenntnis: gegen Antisemitismus, gegen Ausgrenzung – und für eine offene, solidarische Stadtgesellschaft.
Die Aktion wurde gefördert von der Behörde für Kultur und Medien.
Photocredit: Valérie Wagner und Ulrich Mertens.

