Bundesministerin Karin Prien besucht die Stiftung Bornplatzsynagoge und die Jüdische Gemeinde Hamburg
Die Stiftung Bornplatzsynagoge und die Jüdische Gemeinde Hamburg begrüßten die Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Karin Prien, sowie Hamburgs Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, Maryam Blumenthal, zu einem gemeinsamen Austausch über die Zukunft jüdischen Lebens in Deutschland und den Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge.
Ein besonders bewegender Moment des Besuchs war die Begegnung mit der historischen Thora-Krone der alten Bornplatzsynagoge. Gemeinsam hielten Bundesministerin Karin Prien und Senatorin Maryam Blumenthal das bedeutende Erinnerungsstück in den Händen. Die Krone steht symbolisch für die Geschichte der einstigen Synagoge und für die Verantwortung, jüdisches Leben in Deutschland heute zu stärken und sichtbar zu machen.
Der Besuch fand im Rahmen einer deutschlandweiten Reise der Bundesministerin statt. Karin Prien sucht dabei gezielt das Gespräch mit jüdischen Gemeinden und Institutionen in den Bundesländern, um sich ein unmittelbares Bild von den Herausforderungen, Erwartungen und Perspektiven jüdischen Lebens in Deutschland zu machen.
Die Gespräche in Hamburg waren von großer Offenheit, Aufmerksamkeit und gegenseitigem Interesse geprägt. Die Bundesministerin nahm sich viel Zeit für die Anliegen der Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner und zeigte großes Interesse an den unterschiedlichen Facetten jüdischen Lebens in Hamburg.
Ein Schwerpunkt des Besuchs war der Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge. Vertreterinnen und Vertreter der Stiftung berichteten über den aktuellen Stand des Projekts, die architektonischen Planungen und die nächsten Schritte auf dem Weg zur Realisierung des Vorhabens.
Auch die aktuellen Herausforderungen des Projekts wurden offen angesprochen. Insbesondere der notwendige Rückbau des Hochbunkers auf dem Gelände bleibt eine zentrale Voraussetzung für die weitere Umsetzung des Vorhabens. Die Beteiligten tauschten sich über die bestehenden Hürden und die erforderlichen nächsten Schritte aus. Senatorin Maryam Blumenthal bekräftigte dabei ebenso wie die anwesenden politischen Vertreterinnen und Vertreter die Bereitschaft, die notwendigen Prozesse weiterhin aktiv zu begleiten und die Voraussetzungen für die nächsten Projektphasen voranzubringen.
Darüber hinaus wurde ausführlich über das Begegnungsprojekt „Shalom Hamburg“ gesprochen, das von der Stiftung Bornplatzsynagoge initiiert wurde. Das Projekt richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler in Hamburg und ermöglicht jungen Menschen direkte Begegnungen mit jüdischem Leben, jüdischer Geschichte und jüdischer Gegenwart. Ziel ist es, Vorurteile abzubauen, Fragen zuzulassen und persönliche Einblicke zu schaffen, die über Schulbücher hinausgehen. Bislang wird „Shalom Hamburg“ in hohem Maße durch ehrenamtliches Engagement getragen. Gleichzeitig wurde deutlich, welches Potenzial in dem Projekt liegt und wie wichtig eine langfristige Professionalisierung und strukturelle Förderung wären, um noch mehr junge Menschen erreichen zu können.
Die Gespräche machten deutlich, dass der Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge und Projekte wie „Shalom Hamburg“ eng miteinander verbunden sind: Während der Wiederaufbau einen sichtbaren Ort jüdischen Lebens im Herzen Hamburgs schafft, ermöglicht das Begegnungsprojekt Menschen den persönlichen Zugang zu jüdischer Kultur, Geschichte und Gegenwart.






