Ein besonderer Meilenstein: 1000. Besuch in der Synagoge Hohe Weide
Am 18. März 2026 wurde in der Synagoge Hohe Weide in Hamburg ein besonderer Moment gefeiert: Die 1000. Schülergruppe wurde in der Synagoge begrüßt.
Bei der Jubiläumsgruppe handelte es sich um eine 6. Klasse der Brecht Schule Hamburg. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Eva Pruss besuchten die Schülerinnen und Schüler die Synagoge im Rahmen eines „Vielfalttages“.
Schon beim Betreten war die Aufregung groß. Zahlreiche Medien waren vor Ort, Kameras und Mikrofone begleiteten den Besuch. Für die Schülerinnen und Schüler war dies ein ganz besonderes Erlebnis.
Mit großer Neugier stellten sie viele Fragen: Wie sieht jüdisches Leben heute aus? Welche Bedeutung haben die Gegenstände im Gebetsraum? Welche Traditionen werden bis heute gepflegt? Welche Regeln gibt es in der religiösen Lebensführung?Rebecca Vaneeva führte die Gruppe durch die Synagoge, beantwortete geduldig alle Fragen und erzählte anschaulich von jüdischen Festen, ihrem persönlichen Alltag in der Gemeinde und vom Leben jüdischer Familien in Hamburg.
Der Besuch fand auch in den Medien große Beachtung.
Berichte zu diesem Besuch:
- Hamburger Abendblatt (paywall)
- Erfahrungsbericht der Schüler:innen der Brecht Schule Hamburg
Der 1000. Besuch ist kein Zufall. Er ist das Ergebnis jahrelanger engagierter Bildungsarbeit der Jüdischen Gemeinde Hamburg und der Stiftung Bornplatzsynagoge. Regelmäßig öffnen sich die Türen der Synagoge für Schulklassen, Vereine und Besuchergruppen. So entstehen Begegnungen, Vorurteile werden abgebaut und Verständnis wird gestärkt.
Die Synagoge Hohe Weide ist damit längst auch ein Ort des Lernens und der Begegnung für nichtjüdische Menschen geworden – so, wie es auch die zukünftige Bornplatzsynagoge sein wird.
Die 1000. Besuchergruppe ist deshalb mehr als nur eine Zahl. Sie ist ein Zeichen für Vertrauen und Offenheit. Vor allem aber steht sie für die Zukunft: Denn die Kinder und Besucher tragen ihr neues Wissen weiter – und gestalten so das Zusammenleben von morgen.



